Montag, 10. August 2015

Tim von Lindenaus Vorlieben für Extreme. Von Eva Requard – Schohaus (Ostfriesischer Kurier, 08.08.'15)


Neues Buch führt Tim von Lindenaus Vorlieben für unberührte Natur und gesellschaftliche Extreme zusammen
Wenn Tim von Lindenaus Pläne Wirklichkeit werden, sendet das Fernsehen demnächst Talkshows
mit Promis aus dem Lütetsburger Forst. 


Seit einem Vierteljahr lebt Tim von Lindenau im Lütetsburger Forst dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. In seinem Fall finden sich abends Rehe auf der Wiese vor dem alten Arbeiterhäuschen ein, das der 38-Jährige nach und nach in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzen will. Eine Zentralheizung hat er nicht, aber die braucht er als „Ex-Waldschrat“ auch nicht.
So bezeichnet er sich selbst auf seiner Homepage in einer Ankündigung zu seinem neuen autobiografischen Buch „Vom Erdloch auf den roten Teppich“, an dem er im Lütetsburger Wald mit  viel Freude und Witz schreibt.  „Ich führe darin die absoluten Extreme der Gesellschaft zusammen“, sagt der Autor, Philosoph, Blogger und Netzwerker, der sich aber mit keiner dieser Bezeichnungen fassen lässt. Er ist vor allem eines: sehr kreativ. Bereits mit Anfang 20 war Tim von Lindenau in Freiburg als Veranstaltungs- und Bühnentechniker erfolgreich.

Leben als Waldmensch
Bis zu jenem Tag, als er in Bremen in einer Messehalle stand, in der die „Gentech 2000“ gezeigt wurde. Da habe er sich gefragt: „Was mache ich hier eigentlich“, blickt der Wahl-Ostfriese zurück, der zuletzt viele Aufträge aus der Pharma-Industrie hatte. An Geld fehlte es ihm nicht, aber er war völlig überarbeitet und zweifelte an seinen Auftraggebern. Daraufhin nahm er sich selbst eine neunmonatige Auszeit, die ihn zunächst in eine Erdhöhle in Andalusien und dann zu Fuß in den Schwarzwald führte.
Dort lebte der junge Mann, nur mit einem Fell, einer Decke und einem Messer ausgerüstet, im Wald und beschäftigte sich mit essbaren Wildpflanzen und Pflanzenheilkunde. Er ging bis dahin davon aus, dass es 64 essbare Wildpflanzen gibt. Doch mithilfe diverser Bestimmungsbücher fand er im Selbstversuch heraus, dass 1300 Pflanzen, die im Wald wachsen, zum Verzehr geeignet sind. Diese Erkenntnisse wollte er nach seiner Waldschrat-Zeit in Zusammenarbeit mit einem Biologen in einem Buch verarbeiten, doch kam just um diese Zeit ein Werk heraus, in dem gar 1600 essbare Waldpflanzen beschrieben sind.
„Ich hatte gar keine Lust mehr, den Wald zu verlassen“, blickt von Lindenau auf sein Einsiedler-Dasein zurück. Er hatte sich mittlerweile am Waldesrand eine Hütte aus Brettern gebaut und badete im Winter in einem Bach. Doch als er eines Tages aufwachte, war seine Decke bei eisigen Temperaturen von minus 34 Grad so steif gefroren, dass er sie an die Wand stellen konnte. Auch kam er nicht in die vereisten Stiefel und konnte kein Feuer machen. Das sah er als Zeichen dafür an, den Waldaufenthalt zu  beenden.

Allein unter Promis
„Als ich aus dem Wald kam, ergab sich alles von allein“, erzählt von Lindenau. Die Medien rissen sich um den „Waldmenschen“, und er schrieb ein Buch über „Die andere Seite des Waldes“, in dem er mit faszinierenden Fotos den Zauber des Waldes als Welt der Waldgeister und „kleinen Leute“ einfängt. In seinem neuen Buch will er „die absoluten Extreme der Gesellschaft“ zusammenbringen, nämlich die Einsamkeit im Wald und den High-Society-Trubel, den er 2012 in Köln erlebte. Dort übernahm er die Redaktionsleitung des Kölner Top-Magazins, eines von 42 Gesellschafts-Magazinen in Deutschland. „Da war viel roter Teppich angesagt und viel Netzwerk-Arbeit“, sagt von Lindenau. Er hastete von einer Veranstaltung zur nächsten, lernte die führenden Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie „Schick und Glamour der kreativen Upperclass“ kennen, wie er es nennt, und stellte fest, dass „es annähernd das Gleiche ist, ob man mutterseelenallein im Wald steht oder plötzlich unbekannt unter Promis lebt“.

Extreme Erfahrungen
In seinem Buch, das vermutlich im Frühjahr 2016 erscheinen wird, berichtet er viel Intimes aus den beidenWelten, die nur scheinbar gegensätzlich sind und in Wirklichkeit viel gemein haben. Im Herbst will er in verschiedenen Talkshows im Fernsehen über seine extremen Erfahrungen berichten. Bei der Planung unterstützt ihn sein Hamburger Management. Aktuell arbeiten sie gemeinsam eine Talkshow im Lütetsburger Forst nach dem Format „Durch die Nacht mit...“ aus, das auf Arte gesendet wird: In diesem Fall würden Prominente vom roten Teppich zu seinem verwunschenen Häuschen im Wald kommen, die Früchte des Waldes für eine Mahlzeit sammeln und sich beim Lagerfeuer über ihre Erlebnisse austauschen.

Roter Teppich im Wald

Vom Forst aus arbeitet von Lindenau zudem an verschiedenen Online-Magazinen, die kostenlos abonniert werden können – die neue IT-Welt holt sozusagen den roten Teppich in den Wald. 2014 gründete er die erfolgreiche Online-Modezeitschrift „Fashioners“, in der auch Unternehmen wie Dior und Porsche ihre Produkte vorstellen. In der aktuellen Internet-Ausgabe hat er Interviews mit Paradiesvogel Julian F. M. Stoeckel, Annett Möller, Enie van de Meiklokjes, Hubert Kah und vielen anderen geführt – vom Lütetsburger Wald aus. „Ich arbeite dabei mit Fotografen aus ganz Deutschland zusammen“, informiert er. Vor der Teilnahme an „Germany’s next Topmodel“ kann der Modekenner jedoch nur warnen: „Das ist das absolute Ende einer solchen Karriere – die Industrie hat kein Interesse an solchen Mädchen, die wollen unverbrauchte Gesichter.“

Montag, 17. November 2014

Journalistische Textformen, Darstellungsformen, Schreibformen

Begibt man sich im Netz auf die Suche nach den Darstellungsformen journalistischer Texte, wird man nicht gerade von brauchbaren Darstellungen überrollt. Um dem entgegen zu wirken, hab ich mir die Arbeit gemacht und mal eine wirklich ausführliche und leicht verständliche Liste erstellt:
  1. Die Meldung: Informiert knapp über das Wesentliche. Was, wer, wann, wo.
  2. Die Nachricht: ausführliche Meldung. Gliederung nach Wichtigkeit + Quellangabe.
  3. Der Bericht: anschauliche mit Zitaten angereicherter Nachricht + wie, warum.
  4. Der Leitartikel: wichtigster Meinungsbeitrag an exponierter Stelle.
  5. Die Reportage: Bericht mit Dramaturgie und szenischem Aufbau.
  6. Der Kommentar: kurze klar positionierte Meinungsäußerung.
  7. Die Rezension: nachvollziehbarere faire Kritik.
  8. Die Glosse: satirisch-literarischer Text mit konträrer Pointe.
  9. Das Feature: Frei und formlos - enthält verschiedene Textformen.
  10. Das Interview: Dokumentation einer Auffassung. Frage und Antwort.
  11. Der Essay: freier literarischer Text.

Mittwoch, 12. November 2014

Einnahmen und Statistiken auf YouTube und Google AdSense | 2014


YouTube / AdSense: Monetarisierung und Werbung
  • Was bekomme ich pro Klick?
  • Wieviel kann ich verdienen?
  • Warum bleiben meine Statistiken leer?
  • Wieviele Klicks brauche ich?
  • Wann kommt die erste Auszahlung? 
und viele weitere Fragen - finden hier Antworten:

Ihr habt es schon bemerkt - das gute alte Internet hat ein Loch – mein Gott ja und es kommt nicht vom Haarspray oder sonstigen Umwelteinflüssen – nein, es kommt aus der direkten und äußerst realen Fehlinformation – sprich die Information fehlt! Bis heute, denn nun habe ich mich hingesetzt und kläre auf verständliche Art und Weise die größte Frage aller YouTube-Partner-Neueinsteiger, die sich die Haare raufen und sich dabei verzweifelt fragen: warum in Dreiteufels Namen, trotz der vielen Tausend Klicks, steht nichts aber auch rein gar nichts in meinen YouTube Statistiken? Und wie viele Klicks benötigt man überhaupt, um mit der heißbegehrten Youtube-Partnerschaft Geld zu verdienen?


Auch ich habe mir lange Zeit einen Wolf gegooglet und kann von Glück sagen, das ich nach all dem Raufen noch Haare auf dem Kopf habe – dabei sind die Antworten auf die großen Fragen so Pille-einfach und einleuchtend, wenn man sie erst einmal gefunden hat und damit dem besagten Loch im Netz ein Schnippchen geschlagen hat, um die Fehlinformation zu transformieren und mit diesem Ergebnis einen ruhigeren Schlaf zu finden und in Zukunft mit äußerst beruhigendem Hintergrundwissen seine Videos zu monetarisieren.
Um eine Einsicht auf Eure Einnahmen bei YouTube bzw. google Adsense zu erhalten, benötigt Ihr eine Mindesteinnahme von 70 Euro, welche auch die Hürde zur ersten Auszahlung darstellt. Unter diesem Wert werden keine Daten freigegeben und Ihr habt keine Ahnung davon, was sich in den Mytischen Hinterwelten Eurer Monetarisierung tut. Das ist gemein, aber es ist nicht zu ändern. Ihr müsst die ersten 70 Euro verdienen, ohne dabei zusehen zu können, wie sich dieser Betrag aufbaut. Und niemand kann wirklich sagen, was ihr während dieser Zeit für Eure Klicks bekommt.


Aber, wie es sich für einen hartnäckigen Geschäftsmann gehört, habe ich mich auf die Suche nach den unsichtbaren Zahlen gemacht, um herauszufinden, ab wie vielen Klicks man ungefähr mit den ersten 70 Euro rechnen kann.
Laut Informationen vom Juli 2014, der Webseite selbstaendig-im-netz.de, der ich hier für die langersehnten klar formulierten Informationen danken möchte, wurde auf sumago.de ein Video veröffentlicht, in dem ein Vollzeit-YouTuber schätzt, dass man für rund 5000 Dollar Einnahmen im Monat rund 2 Millionen Klicks benötigt. Sprich um 1000 Dollar im Monat zu ernten, musst Du 400.000 Menschen davon überzeugen, Deinen Content zu konsumieren. Die gesamten AdSense-Einnahmen in YouTube werden übrigens 45 zu 55 aufgeteilt. Google bekommt 45% und der Videoinhaber 55%.

Aber was bedeutet das für uns Europäer? Schätzungen auf tubefilter.com gehen davon aus, dass die meisten YouTube-Partner zwischen 30 Cent und 2.50 Euro pro 1.000 Videoaufrufen bekommen. Das heißt im Klartext: Um endlich Geld zu ernten und um die Statistiken Deiner Einnahmen einsehen zu können, brauchst Du im schlimmsten Fall 230.000 und im besten Fall 28.000 Klicks. Drunter geht nix.
Ja, ich gebe zu, die Zahlen wanken gewaltig – aber immerhin wisst Ihr nun, dass Ihr unter 28.000 Klicks keinerlei Reaktionen von YouTube & Adsense erwarten dürft und das ihr, sollte sich auch dann noch nichts tun, nur noch auf den 230.000sten Klick warten müsst. Das ist doch ein Klacks! Oder?

Werbung auf YouTube, Monetarisierung, Einnahmen, AdSense, Statistik,  Klicks, Verdienen, Wie, Warum, Weshalb, Wann, Geld, Analytiks, Google, You Tube, ...

Montag, 27. Oktober 2014

Keltische Gottheit verulkt - das geht eindeutig zu weit!

„Der Hirsch springt hoch, der Hirsch springt weit, warum auch nicht – er hat ja Zeit ...“

Der keltische Gott Cernunnos ist eine faule Socke! Er spaziert den lieben langen Tag durch die germanischen Wälder und kaut auf würzigen Kräutern und süßen Blümchen herum. „Seit er von der christlichen Gemeinde seines Amtes enthoben wurde, interessiert sich „der Gehörnte“ nur noch für Müßiggang, anstatt für den alten Pfad zu kämpfen und seiner Aufgabe als Hüter nachzukommen,“ so der Autor Tim v.Lindenau gegenüber leitsatz [magazin]. Nun erheben sich Mittelalter-Freaks und auch die Orden der Neo-Druiden sind aufgebracht. Geht das zu weit? Darf man den Glauben an einen der mächtigsten Götter der hiesigen Ur-Religion so scharf kritisieren? Der Kabarettist Dieter Nuhr demnächst hier exklusiv für leitsatz [magazin] im Interview: „Was Lindenau sich da leistet geht eindeutig über die Grenzen des verträglichen – da gibt’s nichts zu lachen ...“

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Piratenschoki

Dieses Rezept ist nichts für spanische Flottenkadetten – jetzt wo die kalten Tage über die Küsten heranrollen, gilt es sich Gedanken zu machen, was man sich in lausigen Stunden zum Aufwärmen die Kehle herunterrinnen lassen kann.
Was wäre eine Redaktion ohne Ideen? Was wäre ein Winter für Weicheier? Wir trinken PIRATENSCHOKI!
Alles, was einäugige Freibeuter zum abendlichen Glück brauchen:
  • Heiße Milch
  • Einen großen Humpen
  • 4 Teelöffel Schokipulver
  • 2 Teelöffel Rohrzucker
  • 4 Pinnen Rum
… und einen Enterhaken zum kräftigen Durchrühren, fertig ist der Piratenschoki! Lasst ihn euch schmecken und haut euch schwer! Hey-Ho ...

Die Leitmedien-Lüge

Wer glaubt was die Presse sagt habe grundsätzlich Kopf und Fuß, der irrt. Auch deutsche Leitmedien verkaufen manches Mal Fakten, welche nachweißlich alles andere als Tatsachen sind. Hierzu scheuen sie nicht, sogenannte Experten zurate zu ziehen, die keine Ahnung von dem haben, was sie da mit unverfrorener Selbstsicherheit in die Öffentlichkeit tragen. Hier werden gezielt Themen ins lächerliche gezogen, Informationen verschwiegen und Fakten verdreht. Sie meinen so etwas gibt es in Deutschland nicht? Dann werden sie sich wundern, dass nicht nur die Bildzeitung zu diesen Leitmedien zählt. Es sind auch die Süddeutsche, der Focus, die Frankfurter Rundschau, RTL und viele Weitere, deren Redaktionen sich rühmen, zu den großen seriösen Häusern in Deutschland zu zählen.

Aber keine Angst, dieser Artikel ist nur die Stimme von Weltverschwörungsspinnern und Außenseitern, die nichts Besseres zu tun haben, als sich den lieben langen Tag mit Dingen auseinanderzusetzen, die völliger Quatsch sind und zudem nur dazu dienen, fragwürdigen Existenzen einen Schimmer von Sinnhaftigkeit in ihrem verkorksten Leben zu geben. Denn in dem Beispiel, das hier für die Leitmedien-Lüge herangezogen wird, dreht es sich um UAPs. Sie wissen nicht was ein UAP ist?

Ein Phänomen und dessen Folgen

Um 02:05 Uhr morgens, am 07.01.2014 berichtet die Deutsche Presseagentur (DPA) von etwas, was nach ihrer Meinung am Vorabend in Form eines UFOs den Luftverkehr am Bremer Flughafen lahmlegte. Das Bodenpersonal der Flugsicherung entdeckte das unbekannte Objekt im Luftraum des Flughafens und musste daraufhin mehrere Flüge umleiten. Ein Polizei-Hubschrauber und eine Boden-Mannschaft wurden eingesetzt, ein fliegendes Objekt zu identifizieren und nach Möglichkeit zur Landung zu bewegen. Bestens ausgebildete Fluglotsen und Piloten, die jede Art von Flugzeug und fliegendem technischem Gerät kennen, konnten beim besten Willen nicht identifizieren, was sich dort in der Luft befand. Dieses Objekt entging dem Radar, konnte bei 46 km/h Windgeschwindigkeit regungslos in der Luft verharren, leuchtete mal in verschiedenen Farben, mal war es unbeleuchtet. Auf Funkkontakt reagierte es nicht. Etliche Augenzeugen beobachteten das bis dahin vermeintliche UAP (Unidentifiziertes Luft-/Luftraum-Phänomen). Eine Erklärung gab es nicht: Die Polizei sowie die Flugsicherung waren mit ihren Ermittlungen noch nicht so weit, dass sie eine Aussage über den Vorfall machen konnten. Die DPA allerdings wusste bereits: UFO legt Bremer Flugverkehr lahm.

Redakteure erliegen Laien-Meinung

Sofort stürzte sich die Presse auf den Happen und begann eifrig mit ihrer Berichterstattung. Hierzu wurde erst einmal ein Experte in Sachen UFO befragt, der auf der Grundlage der vorangegangenen DPA-Meldung im 500km entfernten Mannheim sofort wusste, das es sich hierbei um kein UFO, sondern um einen Radarengel handelte. Ein Radarengel, so wissen tatsächliche UFO-Experten und weitere Spezialisten, ist ein reflektiertes Radarsignal, das eine nicht vorhandene Quelle vortäuscht. Das gefiel der Presse und schon kamen die ersten Meldungen der Profis: Experten sagen: Bremer UFO war nur ein Radarengel!
Niemanden interessierte die Kompetenz des emporgehobenen Experten, dessen Radarengel zu etlichen Augenzeugenberichten führte, die ein Objekt über drei Stunden hinweg beobachteten. Fluglotsen, Polizisten und Piloten haben keine Schimmer – Ufo-Forscher Werner Walter um so mehr – zumindest nach Meinung der Leitmedien. Aber, es kommt noch viel dicker.

Lügen und Belege

In den folgenden Tage konnte man anhand der zahlreichen Meldungen sehr gut zwischen redaktioneller Kompetenz und ausgemachtem Wahnsinn unterscheiden. Jeder wollte über das Bremer UFO berichten und gerade die großen Redaktionen schienen sich untereinander abgesprochen zu haben, kopfüber in die Falschaussagen zu stürzen. Denn: Noch während die Polizei und die Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt wegen Verletzung des Flugraumes ermittelten und trotz tatsächlicher Experten keine Ahnung hatten, was dort am Abend des 06. Januar 2014 den Flugverkehr der Bremer störte, wussten die deutschen Leitmedien 14 Tage später am 21.01.2014 plötzlich sehr genau, was da vor sich ging. Eine von der Staatsanwaltschaft nicht bestätigte Pressemitteilung der Polizei Bremen sagte laut Exopolitik Deutschland:

„Ermittlungsergebnisse zum nicht identifizierten Flugobjekt: Der weiterhin unbekannte Betreiber des nicht identifizierten Flugobjektes dürfte aus der Modellflug-bzw. Multicopterszene kommen. Gezielte Ermittlungen verdächtiger Personen aus dieser Szene führten zu keinen konkreten Ermittlungsergebnissen.“

Ganz ohne entsprechende Informationen seitens der Polizei und Staatsanwaltschaft meldeten die Medien daraufhin: UFO-Rätsel gelöst!

Hier finden Sie einige Beispielmeldungen: Süddeutsche: Rätsel um mysteriöses Flugobjekt gelöst - das vermeintliche UFO über Bremen war nach Ermittlungen der Polizei ein ferngesteuertes Minifluggerät. Bild: Bremer Ufo-Rätsel gelöst - die Ermittler sagen, es war ein ferngesteuerter Mini-Copter. Focus: Ufo über Bremen war unbemanntes Flugobjekt - nach der Auswertung seien sich die Ermittler sicher, dass keine Menschen an Bord waren. RTL: Das Ufo über Bremen war nach den Ermittlungen der Polizei ein ferngesteuertes Mini-Fluggerät, etc.

Nicht nur das diese Meldungen ohne jegliche Informationen entstanden -  am 06.10.2014 versicherte die Staatsanwaltschaft Bremen gegenüber leitsatz [magazin], das sie keine offizielle Pressemitteilung herausgegeben hat und mit Sicherheit, wenn, nur über eine Vermutung sprach, dass es sich bei dem unidentifizierten Objekt um eine Drohne gehandelt haben könnte. Dies wurde von der Pressesprecherin Silke Noltensmeier im Besonderen betont. Die Falschaussage, dass das Rätsel gelöst sei, ist laut Staatsanwaltschaft zudem unakzeptabel, da die Ermittlungen erst Wochen nach den erwähnten Meldungen eingestellt wurden. Wie die Medien auf die Idee kamen solche Aussagen zu treffen, das kann man sich bei den Bremer Staatsanwälten nicht erklären, welche im Übrigen auch für die Bremer Polizei sprachen, die nach der Aufnahme der Ermittlungen nur noch nach genauer Absprache mit der Staatsanwaltschaft Aussagen treffen durfte.

Drohne ausgeschlossen

Nachforschungen seitens leitsatz [magazin] zum Betrieb von Quattrocoptern / Drohnen, haben ergeben, dass die Aussage der Flugsicherung, dass das unidentifizierte Objekt mit höchster Wahrscheinlichkeit kein ferngesteuertes Modelfluggerät war, nur unterstrichen werden kann. Denn: Selbst eine professionelle Drohne kann bei starkem Wind, wie er an dem Abend des 6. Januar in Bremen vorherrschte (46 km/h), nicht regungslos an Ort und Stelle verharren. Computergesteuerte Stabilisation ist mittlerweile auch in kleineren Geräten vorhanden – diese widersteht aber aufgrund der Motorenleistung und des Gewichts der Fluggeräte nur leichtem Wind. Zudem haben wir uns gewundert, dass niemand die Akkuleistung der Drohnen bedachte. Eine Modeldrohne kann sich ca. 15 min. In der Luft halten, eine professionelle Drohne max. eine halbe Stunde. Da das besagte UAP aber drei Stunden lang von Augenzeugen beobachtet wurde und dabei eine beachtliche Strecke zurücklegte, zudem ein sehr helles Licht ausstrahlte, wenn es leuchtete, ist es quasi ausgeschlossen, das es sich hier um einen Quattrokopter, bzw. um eine Drohne gehandelt hat. Die Energieversorgung wäre nicht gegeben gewesen, bzw. das Fluggerät hätte bis zu 18-mal einen neuen Akku benötigt, wozu es hätte landen müssen. Dies wussten mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Fluglotsen, weshalb sie laut Anja Naumann von der Bremer Flugsicherung, ein solches Gerät nahezu bei der Identifizierung ausschlossen. Und ein Hubschrauber, das einzige Gerät, das sonst noch in der Lage wäre ruhig im Luftraum an einer Stelle zu verharren, wäre mit Sicherheit von den vor Ort anwesenden Spezialisten identifiziert worden.

Fassungslosigkeit

Ergriff auch die beiden Redaktionen, die sich mit jahrelanger Erfahrung und seriöser wissenschaftlicher Unterstützung um UFO-Themen kümmern. Robert Fleischer von Exopolitik Deutschland gab den gedanklichen Anstoß, dass hier noch ein wenig gebohrt werden müsse. Er und Andreas Müller von Grenzwissenschaft Aktuell bemühten sich um die ersten vernünftigen und wissenschaftlichen Recherchen zu einem Thema, um das es in diesem Artikel nur am Rande geht. Also, die Herren Müller und Fleischer, was ist bitte ein UAP?

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El Pepe der edelmütige Präsident

Uruguays Präsident El Pepe überlässt den Schwachen in seinem Land 90% seines Präsidentengehaltes.
Ihm bleiben da noch 1.250 US-$. „Das sei genug Gehalt“, sagt er, „schließlich leben die meisten Bürger mit noch viel weniger“. Der Ex-Guerillakämpfer verbrachte satte 14 Jahre seines Lebens überwiegend in Einzelhaft und nutzte die lange Zeit, um zwei Mal den Mauern seiner Haft zu entkommen. Der bekennende Atheist fährt im Übrigen einen alten VW-Käfer und züchtet nach eigenen Angaben Blumen.
Geboren wurde der bescheidene José Alberto Mujica Cordano, genannt El Pepe, am 20. Mai 1935 in Montevideo. Er lebt mit seiner Frau auf einem kleinen Bauernhof und ist seit dem 1. März 2010 amtierender Präsident von Uruguay. Von den Medien geliebt wird der sozial engagierte Linke von anderen gehasst. Er legalisierte den kontrollierten Anbau von Marihuana, gab der Homo-Ehe grünes Licht und ermöglichte die Abtreibung in seinem Land.

Papst Franziskus Superstar

Nie zuvor trat ein Papst so populär ins Licht der Öffentlichkeit wie Jorge Mario Bergoglio. Jetzt gibt es auch die Papst-Bravo
Der erste Lateinamerikaner und Jesuit in diesem Amt hat bereits mehr als zwölf Millionen Follower auf Twitter, ziert die Titelseite des „Rolling Stone“, ist für den Friedensnobelpreis nominiert und wurde vom Vatikan in Form eines Graffitis in Superman-Pose getwittert – mit ausgestreckter Faust und wehendem Umhang! Doch damit nicht genug erscheint nun auch die Papst-Bravo in Form des Magazins >Il Mio Papa< (übersetzt: Mein Papst) mit einer Auflage von drei Millionen Exemplaren inklusive Faltposter des obersten Hirten der Katholiken. Herausgegeben wird das Fan-Magazin im Übrigen vom italienischen Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

Geboren wurde der ehemalige Erzbischof am 17. Dezember 1936 in Buenos Aires, Argentinien. Seit dem 13. März 2013 ist der gelernte Chemietechniker und studierte Theologe der 266. Papst der römisch-katholischen Kirche. Er kämpft mit einer umstrittenen Vergangenheit aus der argentinischen Militärdiktatur und gilt trotz dessen und trotz seines neuerlichen Titels >Papst Franziskus Superstar< als asketischer Mann Gottes, stiller Intellektueller und man bezeichnet ihn als wortkarg und medienscheu. Aha ...

Kurz erklärt: Woher die Idioten kamen

Der Idiot war lange Zeit vor seiner gesellschaftlichen Herabstufung als wertfreie Privatperson bekannt. Ein Idiotes hielt sich bei den alten Griechen aus öffentlich-politischen Angelegenheiten heraus und nahm bewusst keine Ämter wahr.
Erst ins lateinische idiōta übernommen verschob sich die Bedeutung erstmals ins Negative, hin zum Laien - zum Nicht-Spezialisten oder Stümper. Von dort war es nicht mehr weit zur Person mit einem geringen Bildungsgrad.
Im 20. Jahrhundert erreichte das Schicksal der Idioten seinen tiefsten Punkt, indem das heute beliebte Schimpfwort seine niedrigste Bedeutung erlangte und sogar in der Medizin unter der Prognose Idiotie seinen Platz fand. Da haben wir es. Alle Idioten waren einstmals harmlose zurückhaltende Privatpersonen. Habt Nachsicht!

Kurz erklärt: Mode / Fashion

FASHION [Mode] bezeichnet eine als zeitgemäß geltende Art, bestimmten Trends zu folgen, sofern diese Art nicht von großer Dauer ist, sondern im Lauf der Zeit immer wieder durch gesellschaftliche Prozesse verändert wird. Fashion zeigt also Momentaufnahmen eines steten Wandels, mit dem kurzfristige Äußerungen des Zeitgeistes zutage treten. Fashion ist auch ein Lebensgefühl, ein Stil, eine Art sich zu äußern und sich in der Gesellschaft gemeinschaftlich kreativ zu entwickeln.

Unglaubwürdiges besser verschweigen?

Jeder Mensch zweifelt im Geheimen an etwas, traut sich nicht bestimmte Fragen zu stellen oder hat mal etwas erlebt, wovon er glaubt, dass ihn andere dafür auslachen würden.

Nein hier ist nicht die Rede von peinlichen Kleinigkeiten, sondern von Ansichten und Phänomenen, die fern des Alltäglichen liegen. Die Dinge, die so selten oder unglaubwürdig scheinen, dass man sich mit ihnen als Thema nur zum Affen machen kann. Freigeister und Querdenker: Wissenschaft ist Wahrheitssuche! Jeder Mensch sollte sich der Suche nach der Wahrheit verpflichtet fühlen – unabhängig davon, wie glaubwürdig oder unglaubwürdig eine These scheint und ob die Suche nach der Wahrheit den Ruf des Suchers schädigen könnte. Auch Skepsis braucht handfeste Beweise und anerkennenden Respekt vor dem Mut, Unbekanntes zu erforschen. Jemanden zu belächeln, für das Aufstellen einer These, von der man selbst rein gar nichts weiß, ist nicht wissenschaftlich und ein Zeichen für vorurteilhaftes Fehlverhalten. Traut Euch zu suchen!

Ein offener Brief an Uli Hoeneß

Lieber Uli, sicher bist du nun geknickt und verstehst nicht, warum sie dich trotz deines sozialen Engagements und Deiner grandiosen Persönlichkeit eingebuchtet haben. Ehrlich Uli, das ist auch gar nicht so einfach zu verstehen, wenn man hauptsächlich in eine einzige Richtung denkt.

Damit du in den nächsten Jahren was zum Grübeln hast, habe ich mir die Mühe gemacht, und dir zwei grundlegende Formen unserer Gesellschaft kurz und knapp erläutert. Vielleicht kommt Dir beim Lesen ja die ein oder andere Idee, wie die Welt funktioniert, oder auch nicht. DER KAPITALISMUS, dem Du angehörst, ist eine Art wirtschaftliche Gesellschaftsordnung, die auf Privateigentum und Steuerung innerhalb der Produktion und dessen Konsum beruht. Die zentralen Merkmale sind in Anbetracht des geschichtlichen Wandels und der zahlreichen Definitionen zwar umstritten, dürfen aber kurzgefasst als "Streben nach Gewinn" bezeichnet werden. Das mag in Deinen Augen den ganz normalen Rahmen für Arbeit und Gesellschaft darstellen, aber da gibt es noch die Kehrseite, die Dir nun Kopfzerbrechen bereitet, und die daran schuld ist, dass Du glaubst, die Welt nicht mehr zu verstehen: Es ist DER SOZIALISMUS. Der steht im Gegenteil zum Kapitalismus und besitzt ebenfalls keine eindeutige Definition, beschreibt aber eine breite Palette von politischen Ausrichtungen, die im Grunde als revolutionäre Bewegungen verstanden werden dürfen, welche den Kapitalismus auf dem Weg zur Demokratie überwinden wollen und für Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität stehen. Ja, hinter diesen zwei Gesellschaftsformen versteckt sich die Antwort auf die Frage, was sich mit wem beißt, warum Dich manche verstehen und andere wiederum nicht. Glaub mir, ich weiß, wie sich das anfühlt, wenn einen die Ahnung ereilt, fast nur von Idioten umgeben zu sein. Aber das gehört zum Leben dazu und je höher man steigt, um so tiefer geht der Fall, was dir in den kommenden Wochen sicher im Besonderen bewusst werden wird. Ich wünsche Dir jedenfalls eine gute Zeit, spann mal ordentlich aus und denk vielleicht auch mal über Dinge nach, die Dir zuvor nie in den Sinn gekommen sind. TvL